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Unsere tägliche Inspiration finden wir auf der Straße

Vor jeder Einkaufsreise und Saison beschäftigen wir uns non-stop mit Trends, Mode, Lifestyle und dem Zeitgeist. Eine gute, fundierte Recherche hilft uns somit schon einmal fokussiert auszuloten was an Trends kommt und was wieder vorbei ist. Das bedeutet 24/7 die Augen offen zu haben um nichts zu verpassen. Täglich erreichen uns Anfragen toller Labels aus der ganzen Welt. Aufmerksam durchforsten wir das Web, viele, viele, viele Blogs und alle bedeutenden Fashion-Magazine. Am Ende finden wir jedoch die Trends auf der Straße. Denn nur hier sieht man, was wirklich getragen wird und von wem. Wir laufen also immer mit offenen Augen durchs Leben, auch wenn wir nur kurz zum Supermarkt huschen – das bringt der Beruf einfach mit sich.

Mailand das Paradis für Schmuckliebhaber

Vier bis sechs mal im Jahr fliegen wir durch die Welt zu Messen und den Showrooms. Hier werden alle Neuheiten des Schmuckmarktes vorgestellt. Alle Messen die wir besuchen sind sehr “modelastig”. Deshalb ist unsere erste Messe im neuen Jahr die HOMI Milan.

Eines schon mal vorweg: In Italien findet man den schönsten Modeschmuck.

Aber jetzt erst mal von Anfang an. Vielleicht fragen sich einige, wie wir so unsere Einkaufstage verbringen. Unprätentiös! Am Anreisetag stehen wir ca. um sechs Uhr morgens auf, manchmal auch schon um vier. Da wir zwei Büros haben, eines in Düsseldorf und eines in München, treffen wir uns am Flughafen – hier Mailand Malpensa. Dann spurten wir  schnell zu dem Messebus, der uns direkt auf das Messegelände fährt. Im Bus besprechen wir schon einmal den Tagesablauf.

Angekommen in der Messehalle gönnen wir uns den ersten Cappuccino – an der Bar typisch italienisch halt. Das muss sein. Wir gehen die Limits durch, besprechen die Trends und Designer und starten schon los.

Das bedeutet Gang für Gang, Stand für Stand. Die schicken Messestände sind manchmal so schön und ästhetisch, dass man fast vergisst, dass es sich um Modeschmuck handelt. Es ist eine Reizüberflutung an funkelnden Kristallen, außergewöhnlichen Formen und Farbkombinationen. Swarovski Kristalle hier, Cubic Zirkoniasteine da. 925 Silber versus Bronze.

Wir kaufen nie sofort, meistens nicht mal am ersten Tag. Nur was uns abends noch beschäftigt, landet am nächsten Tag auf unserer Order.

So laufen wir Kilometer für Kilometer – kein Scherz – um uns dann mittags für eine halbe Stunde an einem der netten italienischen Restaurants auszuruhen. Salat und ein frisch gepresster Karottensaft halten uns fit für die nächsten Hallen. Wir treffen unsere langjährigen Partner und vereinbaren Termine für den nächsten Tag. Dabei wird von allem Fotos gemacht, was uns auf den ersten Blick gefällt und wir notieren die wichtigsten Fakten, die Standnummern und Gänge. Um 18:30 Uhr schließen die Hallen und wir freuen uns aufs Hotel. Schnell noch einen Cappuccino – an der Bar, der schmeckt hier soviel besser als bei uns! Und noch schnell ein paar frische Maronen auf die Hand und schon geht es ins Hotel.

Ein 15 Stunden Tag – für uns normal

Wir bringen die Koffer in die Zimmer und verabreden uns zum Dinner. Jetzt sind wir schon 13 Stunden auf den Beinen und gönnen uns zum Abschluss noch ein Lachsfilet mit Sesamkruste. Während des Abendessens tragen wir alle Fotos und Notizen zusammen und rechnen, rechnen und rechnen. Um zehn Uhr liegen wir dann schon im Zimmer und tanken Kraft für den nächsten Tag.

Unser Jawbone (das einzige Nicht-LAJOIA-Schmuckstück) verrät uns, heute haben wir 15.723 Schritte (13,61km) zurückgelegt und insgesamt den ganzen Tag nur 59 min gesessen.

Sonntagmorgen in Mailand – Ruhe pur

Mailand begrüßt uns am Morgen mit strahlend blauem Himmel und einer Ruhe über der Stadt, die schon fast beängstigend wirkt. Kein Wunder, es ist 7.15 Uhr und Sonntag. Um acht treffen wir uns zum Frühstück. Da die Italiener nur einen Espresso und süße Hörnchen frühstücken und wir schon nach einem Tag ohne unsere geliebten Grünen Smoothies leiden, gibt es frisches Obst, Joghurt, Rühreier und wer hätte es gedacht – Cappuccino! Danach auschecken und mit dem Taxi zur Messe. 9.30 Uhr – die Messe öffnet ihre Türen und wir haben den ersten Termin.

Bei Vanessa’s Joy waren wir Kunden der ersten Stunde. Damals haben wir noch mit Designerin Fiona auf dem Boden gesessen und in den vielen Plastikboxen gewühlt. Heute hat sie nicht nur ihre Schwester Davina an ihrer Seite sondern auch viele Mitarbeiterinnen. Wir lieben alle Schmuckstücke von ihr und haben deshalb auch eine “Never Out Of Stock“-Linie, die wir monatlich nachordern. Zum Beispiel Halsketten mit Peace-Symbol  oder Armreifen mit Pfeilen. Oder die zur Wiesn beliebten Brezelringe. Aber selbstverständlich hat Fiona für uns die schönsten neuen Designs zu Seite gelegt, die wir auch alle super finden und in unserer Bestellung wieder zu finden sind.

Es macht so einen Spaß, die ganzen schönen Stücke in die Hand zu nehmen und auf Qualität zu prüfen. Natürlich probieren wir auch alles immer an und wenn wir alle nicken landet es auf unserem Tablett. Ein Termin dauert schon mal zwei Stunden und das ist nicht, weil wir langsam sind sondern weil uns so viele Stücke gezeigt werden. Aber wie Sie es bei LAJOIA gewohnt sind, zählt bei uns die Qualität natürlich vor Quantität.

Nächster Termin bei einem neuen Designerlabel. Wir werden sehr charmant bei Roberto Greppi empfangen. Wir hatten das Label schon länger im Auge und sind nach unserem Termin auch vollstens überzeugt. Hier finden wir nicht nur angesagte Double Pearl Earrings in tollen Farbkombinationen, sondern auch viele Pendel Ohrringemit Sternen und Earcuffs.

Danach ist erstmal ein Mittagessen an der Reihe, soviel Zeit muss sein. Auf geht’s zum nächsten Termin.

  Wieder ein neues Label, was uns total begeistert – BYBA Milano. Wir verlieben uns in vergoldete Ringe mit Kussmund, Sternchen (ja immer noch ein riesen Trend) und Perlen, Perlen und nochmals Perlen.

Es folgen noch fünf weitere Termine, die wir fast schon abhetzen müssen, da die Zeit immer wie im Fluge vergeht. Am Ende verlassen wir das Gelände um 18:00 Uhr und sprinten in den Bus, der uns wieder zum Flughafen fährt. Wir gehen noch mal alle Bestellungen durch und rechnen was das Zeug hält.

Glücklich und geschafft bestellen wir am Flughafen in der Obika Mozzarella Lounge noch den Haus-Mozzarella Intenso und gegrillte Artischocken und fliegen gegen 20:30 Uhr wieder nach Hause. Um 23:00 Uhr gehe ich noch einmal ins Büro um alle Aufträge, Rechnungen etc. abzugeben. Um Mitternacht gratuliert mir mein Jawbone zu 19.001 Schritten und 1:08 Stunde Ruhepause. Molto Bene – zwei spannende Tage Mailand und viele neue Schmuckkollektionen – wir sind glücklich!

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